KfW Mittelstandsbank

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Haftung des Kreditnehmers

Einstehen für die Kreditschuld mit dem Vermögen.
Für KfW-Kredite haftet der Kreditnehmer gegenüber seiner Hausbank, diese haftet gegenüber der KfW Mittelstandsbank. Siehe auch Haftungsfreistellung.
Gibt es mehrere Anteilseigener an einem Unternehmen, kann die Bank eine quotale Haftung verlangen; die Quote wird durch den prozentualen Anteil am Unternehmen bestimmt.
Die gesamtschuldnerische Haftung dagegen bedeutet, dass alle Beteiligten für die Gesamtschuld haften.


Haftungsfreistellung

Befreiung von der Haftung, Verzicht auf Sicherheiten.
In der Regel haftet die Hausbank zu 100 % gegenüber der KfW Mittelstandsbank für die Rückzahlung eines KfW-Kredits. In einigen Kreditprogrammen kann die KfW einen Teil des Hausbankrisikos übernehmen, d. h. sie befreit die Hausbank von einem Teil der Haftung. Im Fall der Insolvenz des Kreditnehmers tragen die KfW Mittelstandsbank und die Hausbank den Verlust im vereinbarten Verhältnis. Die Haftungsfreistellung fördert die Bereitschaft der Bank für eine Kreditvergabe.
Der Kreditnehmer besichert den Kredit genau so wie bei voller Haftung der Hausbank.


Immaterielle Investitionen

Aufwendungen für nicht materielle Vermögensgegenstände wie z. B. Patente, Lizenzen, Software, Know-how, Firmenwert, Mandantenstamm, Vorlauf-/ Anlaufkosten. Die Aufwendungen müssen in der Bilanz aktiviert werden.


Kapitalbeteiligungsgesellschaft

Unternehmen, deren Geschäftszweck darin besteht, sich gegen eine Vergütung befristet an anderen Unternehmen zu beteiligen.


Kapitalgesellschaften

Kapitalgesellschaften sind als juristische Personen für sich und in vollem Umfang rechtsfähig. Nicht die Gesellschafter oder Aktionäre einer Kapitalgesellschaft vertreten das Unternehmen nach außen, sondern der Geschäftsführer oder der Vorstand vertritt die Kapitalgesellschaft.


Kaufmann

Unternehmer (oder Unternehmen), der ein Handelsgewerbe betreibt. Auch eine GmbH ist Kaufmann. Das Recht der Kaufleute wird im Handelsgesetzbuch (HGB) geregelt. Kaufleute unterliegen besonderen Rechten und Pflichten, da bei ihnen vorausgesetzt wird, dass sie die handelsüblichen Gepflogenheiten kennen. Zum Beispiel muss ein Kaufmann eine Ware sofort nach Erhalt auf Qualität und Vollständigkeit überprüfen und Mängel sofort anzeigen. Eine spätere Reklamation ist nicht möglich. Eine weitere Bestimmung aus dem Handelsrecht besagt, dass Schweigen unter Kaufleuten Zustimmung bedeutet.
Vollkaufleute werden im Handelsregister eingetragen.


Kennzahlen

Statistische Werte, die den Zustand eines Unternehmens klar und verständlich aufzeigen. Kennzahlen gibt es für den Betriebsvergleich, für die Unternehmensführung, für Bilanzwerte und für den Umsatz. Die wichtigsten Kennzahlen für ein Unternehmen sind der Cash-flow und der Return on Investment.


Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gemäß der Definition der Europäischen Union

Kleinstunternehmen sind Unternehmen, die

  • weniger als 10 Mitarbeiter und
  • einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 2 Mio. Euro haben.

Kleine Unternehmen sind Unternehmen, die

  • weniger als 50 Mitarbeiter und
  • einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 10 Mio. Euro haben.

Mittlere Unternehmen sind Unternehmen, die

  • weniger als 250 Mitarbeiter und
  • einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro haben.

 


Weiterführende Links


Kontokorrentkredit

Auch Dispositionskredit oder Überziehungskredit. Höchstgrenze für die Inanspruchnahme einer Kreditlinie. Zinsen müssen nur für den tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditbetrag gezahlt werden.
Ein Kontokorrentkredit gleicht saisonale Schwankungen der liquiden Mittel aus oder wird für kurzfristige Anschaffungen verwendet.


Liquidität

Schuldrechtlich: Fähigkeit, alle Zahlungsverpflichtungen rechtzeitig erfüllen zu können.
Bilanziell: Bestand an liquiden Mitteln, der in der Bilanz ausgewiesen wird. Siehe auch Cash-Flow .


Management buy-out (MBO)

Kauf des Unternehmens durch die bisherigen Manager des Unternehmens oder durch die gesamte bzw. Teile der Belegschaft (Belegschafts-buy-out).
Kaufen sich Manager fremder Unternehmen in das Unternehmen ein, spricht man von Management buy-in.


Mezzanines Kapital

Mischform aus Eigen- und Fremdkapital, das je nach Ausgestaltung stärker eigen- beziehungsweise fremdkapitalähnliche Züge aufweisen kann; die Finanzierung mit solchen Instrumenten wird als Mezzanine-Finanzierung bezeichnet.


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